Öffentlich zugängliche Informationen systematisch erheben, analysieren und rechtssicher dokumentieren. Ob Threat Intelligence, Due Diligence oder Vorfallsanalyse: professionelle OSINT Recherche liefert belastbare Ergebnisse.
OSINT steht für Open Source Intelligence und bezeichnet die systematische Erhebung und Analyse von Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Dazu zählen Social-Media-Profile, Unternehmensregister, Domaindaten, Gerichtsurteile, Presseberichte, Foren, technische Metadaten sowie (unter bestimmten Voraussetzungen) auch Inhalte aus dem Darknet.
Im Unterschied zu verdeckten Ermittlungsmethoden greift OSINT ausschließlich auf legal zugängliche Informationen zurück. Der entscheidende Mehrwert liegt in der professionellen Methodik: Während eine einfache Google-Suche oberflächliche Treffer liefert, verbindet professionelle OSINT Recherche spezialisierte Tools, strukturierte Analyse und tiefgreifende Quellenkritik zu einem belastbaren Gesamtbild.
Eine professionelle OSINT-Analyse ermittelt den vollständigen digitalen Fußabdruck einer Organisation – von Website-Metadaten, DNS- und Provider-Informationen über Social-Media-Profile von Mitarbeitenden bis hin zu Erwähnungen in Foren, Chatportalen oder auch im Darkweb. Aus diesen Puzzleteilen entsteht ein belastbares digitales Risikoprofil. Es zeigt exponierte Angriffsflächen und Informationen auf, die sich für Social Engineering, Phishing oder gezielte Angriffe missbrauchen ließen. Ergänzt werden die technischen Funde durch die manuelle Analyse erfahrener Pentester sowie IT-Forensik- und Incident-Response-Spezialist:innen. OSINT-Methoden liefern in der Threat Intelligence außerdem aktuelle Erkenntnisse zu Angreifergruppen, deren Taktiken und Zielen. Bei der Aufarbeitung von Sicherheitsvorfällen ergänzen sie die technische Forensik (Zuordnung von Angriffskampagnen, Einschätzung des Schadensumfangs) und im Rahmen von Competitive Intelligence werden Markt, Trends und Entwicklungen beobachtet.
Zu Beginn jeder OSINT-Recherche steht eine präzise Auftragsklärung: Was soll untersucht werden? Welche Informationen werden benötigt? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Auf dieser Grundlage wird ein Rechercheplan erstellt, der relevante Quellenkategorien und einzusetzende Tools definiert: ob Social Media, Unternehmensregister, WHOIS-Daten, technische Infrastrukturanalyse oder Darknet-Quellen.
Die systematische Datenerhebung folgt dem definierten Plan. Spezialisierte OSINT-Tools unterstützen die effiziente Erfassung großer Informationsmengen. Parallel dazu beginnt die Analyse: Welche Informationen sind relevant? Wie lassen sich Datenpunkte verknüpfen? Welche Muster oder Auffälligkeiten ergeben sich? Ziel ist die Verdichtung der Rohdaten zu einem aussagekräftigen Lagebild.
Jede gefundene Information wird auf ihre Zuverlässigkeit geprüft. Quellen werden bewertet, Daten verifiziert und widersprüchliche Informationen abgeglichen. Dieser Schritt ist entscheidend für die Belastbarkeit der Ergebnisse: Nur verifizierte, quellenkritisch bewertete Informationen fließen in den abschließenden Bericht ein.
Die Ergebnisse werden in einem strukturierten Bericht aufbereitet, mit klarer Quellenangabe, Analysepfad und Handlungsempfehlungen. Je nach Verwendungszweck wird das Format angepasst: operative Lageberichte für Sicherheitsteams, rechtssichere Dokumentationen für juristische Verfahren oder Managementberichte für strategische Entscheidungen.
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OSINT steht für Open Source Intelligence und bezeichnet die systematische Erhebung und Analyse von Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Dazu zählen u. a. soziale Netzwerke, Unternehmensregister, Domaindatenbanken, Gerichtsurteile, technische Infrastruktur sowie Inhalte aus Foren und dem Darknet. OSINT ist ein anerkanntes Instrument der Nachrichtendienste, Strafverfolgungsbehörden und privater Sicherheitsdienstleister.
Klassische Detektivarbeit umfasst oft physische Observationen und verdeckte Ermittlungen. OSINT hingegen beschränkt sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche digitale Quellen. Der Vorteil: OSINT ist in der Regel legal, skalierbar, kostengünstiger und liefert gerade bei digitalen Sachverhalten präzisere Ergebnisse. Für umfassende Ermittlungen können beide Methoden kombiniert werden.
Professionelle OSINT-Recherche, die sich auf öffentlich zugängliche Informationen beschränkt, ist grundsätzlich legal. Allerdings gelten datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere die DSGVO. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfordert eine Rechtsgrundlage. Professionelle OSINT-Dienstleister kennen diese Grenzen und stellen sicher, dass Recherchen rechtssicher durchgeführt und dokumentiert werden.
OSINT Recherche ist für nahezu alle Unternehmensgrößen relevant: Finanzdienstleister nutzen sie zur Überprüfung von Geschäftspartnern, IT-Sicherheitsteams zur Bedrohungsanalyse, Rechtsabteilungen zur Beweissicherung und das Management zur Wettbewerbsbeobachtung. Besonders wertvoll ist professionelle OSINT bei der Aufarbeitung von Sicherheitsvorfällen, bei M&A-Prozessen und bei konkreten Verdachtsmomenten auf Betrug oder Industriespionage.
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Joanna Lang-Recht
Director IT Forensics